Arbeitskreis

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Gründung

Die Zielrichtung des Arbeitskreises war von Anfang an, Qualitätssicherung aussagepsychologischer Gutachten zu betreiben, den Stellenwert der Aussagepsychologie im Strafverfahren zu vertiefen, den interdisziplinären Dialog zwischen Sachverständigen und Juristen zu pflegen und die paradigmatische Bedeutung der Entscheidung des BGH auch für andere Fachgebiete der im Strafprozess aktiven Wissenschaften herauszustellen. Folgerichtig ist eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe beim Bundesgerichtshof in den Jahren 2005/06 zusammengekommen und hat Mindeststandards für Schuldfähigkeits- und Prognosegutachten formuliert ( Boetticher e. al. NStZ 2005, 5; 2006,537)

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Zielsetzung

Der Arbeitskreis hat sich im Jahre 2000 gebildet, nachdem im Juli 1999 der 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs seine Grundsatzentscheidung zu den wissenschaftlichen Anforderungen an aussagepsychologische Gutachten (Glaubhaftigkeitsgutachten) unter dem damaligen Vorsitz von VRBGH Dr. Gerhard Schäfer getroffen hat. 

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Jahresveranstaltungen

Seit 2000 haben kontinuierlich Jahresveranstaltungen – überwiegend am 1. Samstag im November – zunächst im Heinrich-Heine-Institut, später auch im Wittgenstein-Palais stattgefunden.

Seit 2017 ist nun eine Sommerveranstaltung im AROSA-Hotel-Forum, Bad Saarow am Scharmützelsee in Brandenburg hinzugekommen.

Dieser wird nun auch im Jahr 2018 fortgesetzt. 

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Teilnehmer

Teilnehmer sind Psychowissenschaftler, im Bereich der forensischen Psychologie und Psychiatrie tätige Experten sowie Juristen verschiedener Professionen (Richter, Staatsanwälte, Rechtsanwälte) 

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Veranstaltungen

Die Veranstaltungen, die in den letzten Jahren mit durchschnittlich 200 – 250 Personen besetzt waren (der Sommerlehrgang mit 60 Personen), konnten wir zu wechselnden Themen stets herausragende Referenten präsentieren, zum Teil auch aus internationalem Spektrum.

Allein vom Bundesgerichtshof haben

  • Dr. Gerhard Schäfer,
  • Armin Nack,
  • Prof. Dr. Thomas Fischer,
  • Dr. Ralf Eschelbach,
  • Dr. h. c. Klaus Detter,
  • Wolfgang Pfister,
  • Dr. Axel Boetticher und
  • Dr. Peter Brause

sowie aus der psychowissenschaftlichen Perspektive etwa

  • Prof. Dr. Renate Volbert
  • Prof. Dr. Luise Greuel
  • Prof. Dr. Günter Köhnken
  • Prof. Dr. Max Steller

in verschiedenen Veranstaltungen referiert.

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Besonderes

Im Jahre 2016 hat der Arbeitskreis die Aussagepsychologen Prof. Dr. Günter Köhnken und Prof. Dr. Max Steller für ihr Lebenswerk ausgezeichnet und sie zu Ehrenmitgliedern des Arbeitskreises ernannt.

Prof. Dr. Udo Undeutsch – ein Gründungsmitglied des Arbeitskreises – ist bis zu seinem Ableben (2013) ebenfalls Ehrenmitglied des Arbeitskreises gewesen.

Parallel zu den Veranstaltungen sind die Referate einerseits unter dem Titel „Die Erhebung und Bewertung von Zeugenaussagen im Strafprozess“, Deckers/Köhnken (Hrsg.) in einem Buch veröffentlicht worden, teilweise aber auch in anderen Fachzeitschriften oder Festschriften (Nack, Brause, Steller, Fischer).

Auch die Mitglieder des Teams haben auf verschiedenen Veranstaltungen aktiv moderiert und referiert.

Die Herbsttagung wird – regelmäßig – auf einer Sitzung des Arbeitskreises im Frühjahr vorbereitet, zu der wir stets namhafte Mitglieder begrüßen und dankbar die zahlreichen Anregungen aufnehmen können (u.a. Ehepaar Offe, Cornelia Orth, Josef A. Rohmann, Simone Gallwitz, Derk Röttgering, Hartmut Böhm).

Die Vorbereitung des Sommerlehrgangs liegt in den Händen des Organisationsteams.

2. Sommerlehrgang
- AROSA - Forum
Bad Saarow // 2018

03.08.18 (ganztags) und 04.08.18 (halbtags)
Thema: Kommunikation im Strafverfahren

Novembertagung

19. Veranstaltung des
AK-„Psychologie im Strafverfahren“

- Palais Wittgenstein -
Heinrich-Heine-Institut
Bilker Straße 12-14

Düsseldorf // 2018

27.10.18
09.00 - 18.00 Uhr